Mittwoch, 13. Dezember 2017

Me Made Mittwoch am 13.12.2017

Herzlich willkommen zum Me Made Mittwoch eine gute Woche vor Weihnachten. Ich bin Nina vom Blog "Kleidermanie" und darf euch heute begrüßen.

Als ich vor ein paar Wochen im Roppenheimer Style Outlet war, leuchtete mir von weitem ein caramellfarbener Stoff entgegen, der mich magisch anzog. Es handelt sich um einen recht festen romanitartigen Stoff, der sich nur wenig dehnt.

Zumindest dachte ich an Romanit bis ich zuhause meinen kleinen leuchtetenden Fadenzähler nutzte, um den Stoff - im wahrsten Sinne des Wortes - näher unter die Lupe zu nehmen.

Das sah nach Köperbindung aus, wie ich seit dem kleinen Workshop von Frau Nahtzugabe beim Bloggertreffen in Köln weiß. Den Organisatorinnen Bele, Susanne, Brigitte, Antje an dieser Stelle ein ganz großes DANKESCHÖN für die zwei erlebnisreichen und perfekt organisierten Tage und Sebastian Hoofs und seinem Assistenten für den unterhaltsamen Vermessungsworkshop!

Dank IG wurde meine Vermutung dann auch recht schnell bestätigt. Danke "Schneiderherz" für die schnelle Anwort.


Ich vermute, dass der Stoff zu einem nicht geringen Anteil "Wolle" enthält. Leider gab es ihn nur in zwei Coupons zu jeweils 80 Zentimetern. Meine erste Idee war eine Ruri Sweat Pants, doch dafür reichte der Stoff leider nur bis knapp übers Knie. Keine gute Idee also. Ich hängte den Stoff, der in dem Laden auf Bügeln präsentiert wird, zurück. Doch kurz bevor ich das Geschäft verließ, beschloss ich 80cm zu kaufen, da mir Farbe und Qualität so unglaublich gut gefielen. Für einen Rock sollte der Stoff reichen.

Meine erste Idee war ein Shadi Knit Skirt von Named Clothing Patterns. Das Ergebnis mit einem weniger geliebten Stoff war wenig überzeugend. Der Rock ist für meine Beine einfach zu schmal an den Waden, es sollte also ein etwas ausgestellteres Modell sein.


Da ich definiv genug Schnittmuster habe und auf keinen Fall ein neues kaufen wollte, überlegte ich, welches in Frage kommen könnte.
Entschieden habe ich mich für einen sehr alten Schnitt nachdem ich einen meiner ersten Röcke (und auch andere) genäht habe: Römö von Farbenmix. Gedacht ist das Schnittmuster für Webstoffe mit einem innenliegenden Beleg. Ich habe den Rock ohne Belege und mit einem Taillenband in meiner Taillenweite genäht, in das ich ein 3 Zentimeter weites Gummiband eingezogen habe.


Das funktioniert und der Rock sitzt gut.

Dazu trage ich eine Wickelbluse nach dem Schnitt "Ella" von Sew Over It aus einer Stretch Popeline (96% Baumwolle, 4% Elasthan) vom Roten Faden (Aachen Stoffe). Der Stoff trägt sich angenehm, knittert aber leider sehr schnell.


Wie immer habe ich die Brustabnäher im Oberteil tiefer gesetzt und es um drei Zentimeter verlängert.

Von dem Schnittmuster bin ich noch nicht einhundert Prozent überzeugt. Ob dies an meinen Nähfähigkeiten liegt oder am Schnitt vermag ich (noch) nicht zu sagen. 

Merkwürdig finde ich, dass es in der Seitennaht kein Loch für eines der Bänder gibt, so dass sie relativ leicht verrutschen.

Die Konstruktion des Belegs finde ich ebenfalls ungewöhnlich. Der Rückenbeleg wird nicht an die vorderen Belege genäht, sondern in der Schulternaht mitgefasst.


Die vorderen Belege werden nur nach innen gebügelt. Bei mir rutschen sie deswegen nach außen. Mittlerweile habe ich sie deswegen festgenäht.


Diese oder eine ähnliche Kombination werde ich sicherlich häufig tragen, da sie unaufgeregt und bequem ist. Eine willkommene Abwechslung zu den H O S E N, die ich in den letzten Wochen nach fast vier Jahren des Kleidertragens, wieder anziehe. Da es sich dabei aber fast ausschließlich um Alexandria Peg Trousers handelt, von denen ich bereits drei vorgestellt habe, heute nun zur Abwechslung Rock und Bluse.


Im Moment fühle ich mich damit aber erst mit langer, schwarzer, warmer Strickjacke so richtig wohl.
Was tragt ihr bei dem kalten Wetter? Ich freue mich auf eure Posts! Nina 

Info
Nächsten Mittwoch ist der letzte Me Made Mittwoch in diesem Jahr. Am 23. Dezember ist das Finale des Weihnachtskleid Sew Alongs. Danach geht es in die Weihnachtspause und wir sehen uns erst im neuen Jahr wieder.




Sonntag, 10. Dezember 2017

Weihnachtskleid Sew Along - Zwischenstand

Herzlich willkommen zum dritten Treffen beim Weihnachtkleid Sew Along 2017. Heute versammeln wir uns hier, um unseren Zwischenstand zu zeigen, uns in dieser immer etwas hektischen Vorweihnachtszeit zu motivieren, weiter zu nähen und falls nötig, Probleme zu lösen oder stolz die ersten fertigen Kleider/Hosen/Röcke,... zu zeigen. Noch haben wir zwei Wochen bis zum Finale, also bitte keine Panik.

Ich, Nina vom Blog Kleidermanie, habe mit dem eigentlichen Weihnachtskleid noch nicht begonnen, sondern erstmal ein Probemodell des Kleides "Imani" aus der La Maison Victor (9/10 2017) genäht, mit dem ich ausgeprochen zufrieden bin und das ich bereits zwei Mal mit einer dicken Strickjacke getragen habe.

So ohne Gürtel ist es noch etwas unförmig.


Mit Gürtel zeigt es Figur, was mir besser gefällt.


Da mir die Zeit ein wenig davon läuft und ich den zweiten in Frage kommenden Schnitt aus der La Maison Victor noch nicht kopiert habe, werde ich aus dem Stoff von Atelier Brunette vermutlich dieses Kleid zuschneiden.


Denn dies muss bereits in nächster Zeit aussortiert werden, da ich beim letzten Bügeln leider zwei kleine Löcher im Rücken entdeckt habe. Ärgerlich. Sehr.


Den Stoff habe ich im Frühling mit sehr netter Begleitung am Maybachufer gekauft und bereits dort hatte ich gesehen, dass der Stoff Fehler hat. Da er sehr günstig war, habe ich ihn trotzdem gekauft. Beim Zuschneiden habe ich dann um die vorhanden Löscher herumgeschnitten, ein kleines Loch versteckt sich zudem unter der nicht vorgesehen rechten kleinen, aufgesetzten Tasche. Die Löcher im Rücken sind neu. Nach dieser Erfahrung wird das vermutlich der letzte Stoff mit Löchern gewesen sein, den ich gekauft habe.


Imani ist schnell und einfach zu nähen. Ganz anders sieht es bei meinem zweiten Projekt aus.
Zugeschnitten habe ich nämlich außerdem Le609 von dpstudio. Ich hoffe sehr, dass mir die extrem stark komprimierte Anleitung ausreicht, um die interessanten Ärmelfalten zu nähen.


Bis zum Finale am 23.12.2017 wird auf jeden Fall eins der beiden Kleider fertig sein.


Wie weit seid ihr? Ist das erste Kleid bereits fertig und ein zweites geplant, weil sich plötzlich ein unerwartetes Zeitfenster aufgetan hat oder ihr im Nähflow seid? Oder steht ihr noch ganz am Anfang, seid aber optimistisch, Weihnachten in einem neuen Kleid zu feiern?

Wir sind auf euren Zwischenstand sehr gespannt.


Wer dringend Hilfe benötigt, schreibe dies bitte deutlich damit die kleine Nähcommunity helfen kann!

Das Linktool ist bis zum 16. Dezember 2017 geöffnet.

Mittwoch, 6. Dezember 2017

"Größter Reinfall" - Mottotag beim Me Made Mittwoch am 6.12.17

Jede Woche zeigen wir uns hier, wie wir unsere eigenen Näh- und Strickwerke tragen, voll Stolz verlinken wir die gelungenen selbstgemachten Stücke. Wir verraten uns auch mal kleine "Hätte ich besser lösen können", aber selten hört man von richtigen Misserfolgen.
Deshalb hatte das MMMTeam den Wunsch, dass wir uns im Rahmen eines Mottotages auch mal die nicht gelungenen Werke zeigen und diese Mißerfolge thematisieren.

Also her mit den Näh- oder Strickfails, den nicht gelungenen Stücken, den fürchterlichsten Ergebnissen eures Hobbys. Traut euch!


Übrigens: Am Sonntag geht es hier dann mit dem Weihnachtskleid Sew Along weiter.




Mittwoch, 29. November 2017

Me Made Mittwoch am 29.11.2017

Hallo zusammen. Mein Name ist Wiebke vom Blog Kreuzberger Nähte.
Nicht nur mein Blog dümpelt vor sich hin, auch meine Nähzeit und -leidenschaft halten sich aktuell sehr in Grenzen.
Zum Glück fand vorletztes Wochenende das Kölner Nähbloggerinnentreffen statt. Das von Antje (machen statt kaufen), Bele,  Brigitte (Frau Overluck) und Susi (alle Wünsche werden wahr) so wunderbar organisierte Treffen gab mir wieder einen kleinen Nähmotivationsschub. Wie könnte so ein tolles Aufeinandertreffen mit anderen Nähbegeisterten auch anders wirken?
Dazu kam, dass ich beim Stoffmaterial-Ermitteln (ich sage nur "beleuchteter Fadenzähler" und "Brennprobe") und der Körpervermessung in einer Gruppe mit Luzie aka Mein wunderbarer Kleiderschrank war, die ein tolles (offenbar noch unverbloggtes) Kleid trug.
Und ich wußte sofort, dass ich den gleichen Stoff bzw einen Stoff mit dem gleichen Muster auch noch im Lager habe. Es ist das gleiche Muster, aber eine etwas andere Qualität.
Natürlich fiel mir auch sofort wieder ein, wofür ich diesen Stoff einstmals gekauft hatte (ich vermute im Karstadt in Darmstadt). Einen Knip-/ fashionstyle-Hemdblusenkleiderschnitt, den ich mir eigentlich unbedingt schon immer in dutzend Varianten nähen wollte. Wollte, wollte, wollte......

Also waren am Wochenende nach dem Wochenende Schnitt und Stoff fällig



Den Schnitt bzw. das Oberteil dieses Schnitts habe ich bereits einmal als Kleid und mehrfach als Bluse genäht. (verbloggte Modelle hier und hier). Immer aus Jersey.
Als Rockteil habe ich wieder den heißgeliebten Hollyburn verwendet. Der sitzt und passt, warum soll ich einen anderen Rockteilschnitt mühsam abkopieren?


Ich nähe eigentlich gern, noch lieber plane ich Nähprojekte und am allerliebsten kaufe ich Stoff.
Was mir das Nähen oft verleidet ist das ständige Anprobieren / Anpassen.
Ganz im Ernst, ich hasse jede einzelne Zwischendurchanprobe. Auf dem Weg zum Spiegel gehen jedesmal -ich höre sie auf den Boden fallen- etliche der Nadeln auf immer verloren. Beim Überziehen piekse ich mich. Und das An- und Ausziehen nervt in der kalten Jahreszeit sowieso. Ich weiß nicht, wie es euch geht. Ich mag das absolut nicht!
Ich habe dieses Kleid -trotz des bewährten Schnittes und der Verwendung von Winterjersey- mindestens 10-mal während des Nähen anprobieren müssen.
1. Erste Motivationsanprobe, wenn VT und RT aneindergenäht sind. Da bekomme ich einen ersten Eindruck, wie das spätere Kleidungsstück eventuell aussehen wird. Je nachdem bin ich ich danach super motiviert oder mache mir erstmal lieber einen Kaffee....
2. Bei mir sind immer Anpassungen an der Armkugel nötig. Bzw. macht es Sinn, deren Sitz immer zu überprüfen. Weil schief bin ich auch.
3. Oberteil einschl. Kragen ist fertig. Dann wird die Weite des Oberteil an der Seitennaht abgesteckt.
4./5./6. Kommt die -bei diesem Stoffmuster ganz besonders- aufwändige Festlegung der richtigen Lage für das Taillenband. Je nach Stoffqualität muss ich dieses höher oder tiefer ansetzen. Außerdem benötigt mein Hohlkreuz einen Bogen, der auf dem Schnitt nicht vorgesehen ist und der auch je nach Stoffqualität unterschiedlich ausgeprägt sein muss.
Eine Anprobe reicht hier nie. Und wenn zu viele Nadeln verloren gegangen sind, muss eine der Anproben sogar oftmals nochmal wiederholt werden.
7. Ich hefte das Taillenband mit einem großen Maschinenstich an. Erneute Anprobe bevor ich das Taillenband an Oberteil und das Rockteil mit der Overlock annähe. (und überschüssiges Material dabei abgeschnitten wird)
Das Kleid ist nun schon "fast fertig".
8. Nun wird anprobiert, um die Lage des Orientierungsknopfloches zu markieren. Das ist für mich immer das Knopfloch, bis zu dem ich ein Kleidungsstück gewöhnlich zuknöpfe. Also bei mir ungefähr auf Höhe des Brustpunktes oder leicht darüber. An diesem Knopfloch orientieren sich dann alle anderen Knopflöcher.

Bei den Jerseykleidern bzw. -blusen nähe ich keine Knopflöcher, sondern nur einen Knopf durch beide Seitenteile hindurch an
9. Letzte Anprobe, um den Saum abzupüstern. Nach Umstecken und Bügeln desselben sollte ich vor dem Annähen eigentlich nochmal per Anprobe probeweise die Saumlinie kontrollieren. Aber dazu habe ich dann meistens keine Lust mehr. Säume sehen bei mir sowieso immer schief aus (auf den Fotos auf jeden Fall)

Dieser Stoff hat einen leichten Glanz. Kleidung aus glänzenden Stoffen muss noch besser sitzen als matte Kleidung. Also können aus Erfahrung leicht nochmal 30% mehr Anproben dazu kommen.
Das Stoffmuster ist etwas tückisch, es hat eine Richtung und Linien und Rhomben mit Spitzen, an denen man sehen kann, wenn sie nicht richtig aufeinandertreffen (yeah, das sind genau die Tücken, die ich beim Patchwork so liebe), kommen also eventuell nochmal 20% mehr Anproben hinzu, um passgenaues Muster mit "passgenauer" Körperform abzugleichen. Bzw beides etwas miteinanderauszugleichen.



Das Taillenband habe ich wie immer mit einem Jersey mit höherer Stabilität gedoppelt, dann kann nichts ausleiern.
Die Blende habe ich -anders als im Originalschnitt- angeschnitten und nach innen eingeschlagen, so dass die Stoffrückseite am Ausschnitt nicht sichtbar ist.




Und was habt ihr genäht und angepasst? Ich bin gespannt und freue mich auf eure Beiträge.

Kurzer Hinweis: Bitte passt auf, das ihr die richtige Linkliste erwischt. Es läuft paralell auch noch die Verlinkung zum Weihnachtskleid-Sew-Along

Sonntag, 26. November 2017

WKSA 2017 - Ich habe mich entschieden und sogar bereits Stoff

Hallo zusammen! Na, ist eure Entscheidung getroffen? Oder habt ihr in der letzten Woche schon wieder drei neue Ideen gefunden und seid jetzt  ganz unentschlossen? 


Nur die Ruhe, der erste Advent ist erst in einer Woche, ab heute sind es genau vier Wochen bis Heiligabend. Noch genügend Zeit, sich Gedanken zu machen. Aber alle, die schon was vorzuweisen haben, zeigt doch bitte wie weit Ihr seid mit eurer Planung.

Für mich (Katharina) hat sich herauskristallisiert, welche Stoffkombination es werden wird. Der Schnitt stand dermaßen fest, dass mich auch schicke Neuerscheinungen nicht von meinem Vorhaben abbringen konnten. Meine rosigen Schrankfunde könnt ihr in meinem Blogpost sehen.


Mittwoch, 22. November 2017

MMM am 22.11.

Guten Morgen wünsche ich allen MeMades. Ich bin Dodo von Dodosbeads.
"Don't stop a running system" sagt man im anglo- amerikanischen Sprachgebrauch. Mein bekleidungstechnisches "running system" waren viele Jahre die langen weiten Röcke mit schmalen Oberteilen dazu. Gehörte quasi zu meinem Erscheinungsbild.
 Aber: Steht mir nicht mehr so gut. Gefällt mir momentan nicht mehr an mir. Also Stopp Taste gedrückt.
 Was nun? Schlicht geschnittene Kleider sind meine neuen weiten Röcke. Darin fühle ich mich derzeit wohler. Nun ja, Muster immer noch gern.


Einer meiner neuen Favoriten ist das "Kleid Nr1" von RosaP. Ein schmales Kleid in leichter ALinie.
Weil, das ist ja das Gute am Selbernähen: Wir müssen weder skinny jeans tragen, die 90 von 100 Frauen nicht schön aussehen lassen, noch sind wir gezwungen, immer nach dem gleichen Schema F zu nähen. Und wir können jederzeit Neues, Anderes für uns entdecken und ausprobieren.


 Sicher erkennen viele von Euch meinen heutigen Fotohintergrund: Die Alte Feuerwache in Köln, wo das Kölner Bloggertreffen stattfand. Es war soo toll, all die gutgekleideten Frauen zu trefffen.
Und toll war natürlich auch, dass Wiebke Fotos von mir dort gemacht hat. Tja, selbst am Stoff des Kleides war Wiebke nicht ganz unbeteiligt: Nachdem sie ihn hier zeigte und die Einkaufsquelle verriet wollte ich den sofort auch. Genäht hab ich aber selbst ;)
Aber ich schweife ab. Zurück zum Kleid: Genäht ist es ratzfatz, denn es hat nicht viele Schnittteile und keinen RV. Es braucht einen elastischen Stoff, der aber auch gewebt sein kann. Formgebend sind im Vorderteil zwei Abnäher und eine Mittelnaht im Rücken.
Nur beim Zuschnitt hab ich mich ziemlich schwergetan. Schnell war beschlossen, dass ich den dunklen Teil des Musters um die Körpermitte haben wollte. Also schnippschnapp das Vorderteil zugeschnitten. Und dann fiel mir erst auf, dass der "fedrige" Teil des Musters zwei verschiedene Varianten hatte. Ich wollte aber nicht zwei verschiedene Federmuster auf der einen und der anderen Pohälfte!  Da wurde es dann mit der Stoffmenge ziemlich eng. Hat aber dann ja doch noch geklappt.


Ok. wenn ich die Hände in die Taschen stecke, dann bilden sich Falten am Rücken.
Aber eigentlich sind 2 Taschen in einem schmalen Kleid wunderbar. Dafür nehme ich die Falten gern in Kauf.


Seitenansicht: Und das Muster passt.Yeah!

Ich bin nach wie vor sehr verliebt in dieses Stoffmuster.


Hier noch schnell ein Foto im heimischen Zimmer. Ich bilde mir ein, dass die Farben auf diesem Foto besser zu erkennen sind.
So, jetzt aber Vorhang auf und Spot on für Euch!

Sonntag, 19. November 2017

WKSA 2017 -Wir haben so viele Ideen


Herzlich willkommen zum diesjährigen Weihnachstkleid Sewalong auf dem Me Made Mittwoch Blog.


Wir drei - Katharina/sewing addicted, Nina/Kleidermanie, Claudia/bunte kleider- möchten die Tradition fortsetzen und gemeinsam mit euch die Garderobe für Weihnachten planen, nähen und bejubeln.
Heute beginnen wir mit der Ideensammlung.
Manch eine weiß vielleicht schon seit langem, welches Teil sie dieses Jahr zum Fest tragen möchte.
Andere warten erstmal diesen ersten Post ab, um sich zu entscheiden. Oder nähen sich schnell noch ein Sylvesterkleid hinterher...

Übrigens ist es natürlich möglich, eine Hose, einen Rock, einen Mantel oder anderes zu nähen. Es sollte sich nur um Oberbekleidung handeln und natürlich sollte der Post keine Werbung enthalten.

Und wie weit sind wir in unserer Planung?

* Ich heiße Claudia und bin eine Sewalongversagerin.
So sehr ich die Gemeinschaft im Netz und im analogen Leben schätze, fällt es mir schwer mich an die Vorgaben von Sewalongs zu halten.
Seit ich mich entschieden habe Mit-Gastgeberin beim WKSA zu sein, habe ich ganz viele Ideen gewälzt, wie ich den langen Zeitraum mit spannenden Nähprojekten füllen kann.
Ich plane einen Hosenanzug, einen klassischen Blazer habe ich bisher noch nicht genäht. Da kann ich den selbst auferlegten Druck des öffentlichen Nähens gut gebrauchen. Vor Jacketts habe ich ziemlich viel Respekt.
Damit ich noch etwas Entspannendes habe, gibt es die Hose dazu. Hosen sind ja meine liebsten Nähstücke.
Am ergänzenden Oberteil habe ich lange rumüberlegt. Ich wollte etwas Besonderes und keine klassische Bluse dazu, weil ich Weihnachten nicht in der Bank feiere.
Während für Hose und Blazer die Planung steht, bin ich mit dem Oberteil noch nicht ganz fertig in der Planung. Genaueres findet ihr hier auf meinem Blog.

* Hallo, ich bin Nina und freue mich, dass wir gemeinsam nähen. Leider bin ich noch extrem planlos. Meine Ideen gibt es deswegen erst im Laufe der Woche.

* Ich bin die dritte im Bunde, Katharina, und habe schon eine Idee.
Meine Nähzeit ist ziemlich begrenzt und deshalb grüble ich seit Tagen, was ich gerne an Weihnachten tragen möchte, damit ich das dann gut planen kann. Ich habe ein schwarzes Dienstkleid nach einem 40er Jahre-Schnitt, was ich nicht sehr oft trage, aber wenn, dann finde ich es immer gut gelungen und dass ich dringend noch so eins benötige. Es ist aus Wollstoff, das mag ich manchmal nicht, aber der Schnitt ist so toll und bequem. Ich habe einen, nein zwei hellgraue Uni-Stoffe, die dafür in der Prüfung sind. Damit es etwas weihnachtlicher wird, wollte ich eine Borte am Rocksaum aufnähen, ich suche aber noch nach einer passenden.  Vielleicht hab ich die ja bis zum nächsten Termin gefunden.

Und wie sieht es bei euch aus? Wir sind total gespannt auf eure Ideen.
Wie immer beim WKSA habt ihr mehr Zeit zum Verlinken. Das heutige Linktool bleibt bis zum Samstag den 25.November auf.

Nächsten Sonntag am 26. November treffen wir uns wieder.
Dann lautet die Überschrift "Ich habe mich entschieden und sogar bereits Stoff"




Mittwoch, 15. November 2017

Me Made Mittwoch am 15. November 2017 mit Gastbloggerin Zuzsa

Hallo ihr Lieben, herzlich willkommen beim heutigen MeMadeMittwoch! Ich bin Zuzsa vom Blog zuzsastyle und habe die Ehre, euch heute mitten im Novembergrau als Gastbloggerin vorzutanzen. Diese ehrenvolle Aufgabe wollte ich natürlich nicht in einem x-beliebigen Kleidungsstück antreten, schließlich liebe ich den MeMadeMittwoch seit Jahren als Inspirationsquelle für tolle Kleider! Grund genug, mir für euch ein niegelnagelneues zu nähen ...

Den Jeanstoff mit den Minipünktchen, den ich mir dafür ausgesucht habe, habe ich schon eine halbe Ewigkeit zu liegen. Woher er stammt, ist in Vergessenheit geraten. Allerdings weiß ich noch, dass er einer der ersten Stoffkäufe war, die ich überhaupt jemals getätigt habe ... damals noch in der Hoffnung mir hübsche Marlenejeans zu nähen. Das Nähschicksal entschied dann anders! Seit Jahren habe ich keine einzige Hose genäht und der Stoff schlief einen langen Dornröschenschlaf in meinem Stofflager. Bis ich glücklicherweise in den letzten Monaten meine Liebe für unverwüstliche Jeansstoffe wieder entdeckte!


Ein bisschen Bedenken hatte ich schon, ob der ziemlich feste Jeans eine gute Wahl für ein Kleid ist. Aber wie sich herausstellte, eignet er sich ganz wunderbar für meinen Lieblingskleiderschnitt! Der ist widerrum ein Konglomerat, in dem sich das Oberteil von Simplicity 7343, ein Ärmel unbekannter Herkunft und ein Tellerrock frankensteinisch vereinen. Für mich ist diese Kombi, die perfekte Essenz eines Kleiderschnittes. 


Deshalb kommt das Kleid abgesehen von den Pünktchen ganz puristisch daher und hat außer einem Reißverschluss in der Seitennaht, zum bequemen Rein- und Rausschlüpfen und einem, komplett mit einem Rest himmelblauen Partysatin gefütterten Oberteil - das mache ich gerne, um mich nicht mit Belegen herumärgern zu müssen - keine Details und Extras. Bietet dafür aber ganz viel Raum zum Umstylen mit Accessoires. Meine Lieblingskombination ist derzeit die secondhand gekaufte Lederjacke und rote Westernstiefel mit denen ich Herbstlaub und Herbstnebeln trotze.


Jetzt bin ich aber super gespannt, was IHR heute so gezaubert habt .... mit herzlichem Dank an die Ladys vom MeMadeMittwoch-Team, die die zauberhafte Parade der Nähnerds jeden Mittwoch am Laufen halten, gebe ich das Wort ab an Euch ....



Sonntag, 12. November 2017

Weihnachtskleid Sew Along 2017

Liebe Bloggerinnen,

es ist wieder so weit: Die Blätter fallen von den Bäumen, es ist kalt, windig, wird früh dunkel und in den Supermärkten liegt bereits seit Wochen das Weihnachtsgebäck in den Regalen.

Es ist also auch Zeit, sich ein paar Gedanken über das Weihnachtskleid 2017 zu machen. Genau das möchten wir mit euch gemeinsam tun.


Der Weihnachtskleid Sew Along 2017 - Die Termine:

  • 19.11.2017 Wir haben so viele Ideen!
  • 26.11.2017 Ich habe mich entschieden und sogar bereits Stoff
  • 10.12.2017 Wir sind neugierig und uns interessiert euer Zwischenstand
  • 23.12.2017 Das große Finale!
Wir, Claudia, Katharina und Nina, freuen uns mit dem gesamten MeMadeMittwoch-Team auf eure zahlreiche Teilnahme. Wir lesen uns am 19. November!

Mittwoch, 8. November 2017

MeMadeMittwoch am 08.11.2017

Ankündigung

Weihnachten naht mit Siebenmeilenstiefeln. Auch dieses Jahr gibt es das traditionelle Weihnachtskleidnähen auf dem MMM- Blog. Der erste Termin ist am 19.11.
Genauere Informationen kommen bald.

Hallo und herzlich Willkommen zum heutigen Mittwochstreffen auf unserem Nähblog.
Ich bin bin Sybille uns mein Blog heißt `dasbürofürschönedinge`.
Der Herbst geht erschreckend schnell in einen frühen Winter über, seit der Zeitumstellung habe ich sogar schon Lust Weihnachtskekse zu backen.
Statt zu backen habe ich mir jedoch einen Wintermantel genäht.
(By the way: dass ich im heutigen Post mein Gesicht zeige ist lediglich meiner Faulheit geschuldet, mit Schrift über dem Kopf fühle ich mich doch besser).
Da Karos eine meiner großen Musterlieben sind, war ich sehr froh diesen Wollstoff in meinem Nähvorrat zu haben. Gekauft habe ich Ihn bei Marc Aurel, zu unserer großen Enttäuschung haben Quantität und Qualität der Stoffe auch dort stark nachgelassen, gestiegen ist lediglich der Preis.

Diesen Schnitt habe ich schon zum dritten mal genäht, es handelt sich um die Cabbanjacke/Mantel aus der Burda 09/2015.
Ich hatte eigentlich vor einen einreihigen Mantel zu nähen, hierfür aber keinen Schnitt gefunden, der mir gefällt, und so war ich auf der sicheren Seite.




Rot ist ja nicht gerade mein Farbfavourit, aber in grau gab es leider keinen karierten Stoff.
Hellblaue Elemente sind in einem Wintermantel mal eine Abwechslung.


Die Taschen sind einfach mit Futterstoff verstürzt und Fusschenbreit aufgesteppt, einen Gürtel habe  ich dem Mantel noch hinzugefügt.





Der Oberstoff ist sehr grob gewebt, so dass der Stoff stark ausfranst, und auch sehr schwer ist.
Deswegen sind alle Säume von Hand angehext, die Futtersäume ebenfalls von Hand befestigt.



Den lange Schlitz in der Rückseite empfinde ich immer als Herausforderung, soll er ja schön glatt fallen und faltenfrei mit dem Futter verbunden sein; im echten Leben sitzt der Schlitz besser als es
   auf diesem Foto erscheint.



Gefüttert habe ich, um Gewicht zu sparen, mit einem dünnen Futter in einer Art Regenschirmseide-Qualität, es ist winddicht, sollte aber nicht direkt auf der Haut getragen werden, was ich leider bei meiner Sommerjacke festestellen musste.



Diese beiden Mäntel entsprechen meiner Traumvorstellung eines karierten Mantels, es ist also noch reichlich Luft nach oben...

Um dem linken Modell zu entsprechen, habe ich im Kragen eine Paspel aus Kunstleder eingesetzt. Die Paspelknöpflöcher und der Kragensteg sind aus einem Rest Schlangen-kunstleder entstanden, da der Oberstoff zu dick und zu locker gewebt ist um so kleine Details daraus zu erstellen.




Mit oder ohne Mantel wünsche ich uns allen noch viele sonnige Spätherbsttage,
und jetzt zeigt mal eure Kleidung her.


Mittwoch, 1. November 2017

Motto Mittwoch Alltagskleidung 1.November 2017





Selbstgenähte Kleidung bietet die wunderbare Möglichkeit zu jeder Gelegenheit einzigartig und gut gekleidet zu sein.
Unser Motto ist heute Alltagskleidung.
Mögt ihr es lieber praktisch, bequem oder klassisch elegant ?

Wie bei jedem Motto ist das Thema ein Angebot und keine Bedingung.
Ballkleider sind natürlich auch willkommen.



Mittwoch, 25. Oktober 2017

MeMadeMittwoch am 25.10.2017

Hallo! Ich begrüße Euch zum heutigen MeMadeMittwoch, ich bin Katharina von sewing addicted.

Zuallererst möchte ich Euch auf den nächsten Motto-Mittwoch hinweisen, in einer Woche, am 1.11. geht es um Alltagskleidung! 



Das mit dem Nähen klappt ja nicht immer wie am Schnürchen und heute präsentiere ich euch einen nicht hundertprozentig beendeten Mantel, noch dazu mit grottigen Fotos, bitte verzeiht. Aber manchmal müssen Sachen fertig werden, damit man sie anziehen kann, koste es auch die eine oder andere Stunde Schlaf. Und so werde ich diesen gestern  spät beendeten Mantel heute tragen, Heureka! Die letzten drei Druckknöpfe kann ich ja auch wann anders noch dran nähen...


Es handelt sich um einen ziemlich sensationellen Schnitt aus der Oktober-Knipmode, laut Beschreibung nach einem Vintage-Schnitt. So sieht er auch aus, mit Drama-Kragen, schicken Manschetten und 50er Silhouette. Ich hab ihn gleich ins Herz geschlossen und mir dieses Projekt für den Herbst vorgenommen. Einen schönen Fischgrat hatte ich im Februar bei Alfatex gefunden, der reichte auch.



Eigentlich wollte ich dann Montag Abend fertig sein mit Nähen,  aber irgendwas streckte mich zur Abendessenszeit so nieder, dass an eine abendliche Nährunde nicht zu denken war. Also gestern weiter, und dann entpuppte sich der Schnitt als „passt nicht!“. Na sowas, das kann ich ja garnicht leiden. Das Problem war das sehr breite Taillenband, mein Speck fängt höher als geplant an und dann kommt gleich die Hüfte, dafür ging das eng geschnittene Band zu weit nach unten. Eine Weile denkt man dann ja bei den Anproben, ach wenn erst der... dran ist, usw, aber als dann der ganze Aussenmantel fertig war, war es nicht mehr zu leugnen, so geht er nicht zu!



Nach einem zaghaften Versuch, das Oberteil zu kürzen hab ich beherzt zur Schere gegriffen und ein Drittel Taillenband abgeschnitten, samt dem schon erstellten dritten Paspelknopfloch. 



Aber, siehe da, mit kurzem Band geht es gut und gefällt mir auch ganz gut. 

Den Kragen finde ich etwas gewöhnungsbedürftig, aber ich glaube er ist toll. 


Der Oberkragen hat lauter große Kellerfalten, der Unterkragen ist flach. Dadurch plustert sich das so auf. Ein bisschen hab ich es weggebügelt...

Am Taillenband sind die erwähnten Paspelknopflöcher, darüber und darunter sieht der Schnitt Druckknöpfe vor.



Den Rock finde ich super, die Manschetten auch, die kann man beim Radfahren bestimmt schön vorklappen. 

Leider hat das mit den Detailfotos diesmal nicht geklappt, ich hoffe das nächste mal gibt’s bessere! 

Und bei Euch? Drama oder ging es ohne? 

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