Sonntag, 20. Mai 2018

Motto MMM am 20 Juni 2018: JUMPSUIT!

Auf die Ankündigung, dass es einen Extra-Me Made Mittwoch Mitte Juni geben wird, gab es hier und auch bei Instagram einige postive Rückmeldungen. Ich würde mich sehr freuen, wenn sich noch mehr Interessierte finden, die sich hier in einem Monat versammeln.


Denn die Schnittmuster für Jumpsuits sind so vielfältig, wie ihre Trägerinnen, so dass eigentlich jede einen passendes finden und hier eine sehr abwechslungsreiche Sammlung entstehen könnte.

Wer sich auf der Seite der "Burdastyle" durch die Jumpsuits klickt, wird sehen, dass es enge, weite, kurze, lange, mit Trägern, mit langen Ärmeln, mit bzw. ohne Kragen, ... gibt, und die Liste der verschiedenen Designelemente ließe sich hier sicherlich noch einige Zeilen weiter führen.

Die Bilder auf dem Ankündigungsbild stammen alle aus meiner Sammlung, liegen also bereits zu Hause und ich muss mich nur noch entscheiden. Wer ab und zu die fashion style/knipmode, La Maison Victor, Burda, Ottobre oder eine andere Nähzeitschrift kauft, wird es ähnlich gehen. Das Blättern lohnt sich!


Grundsätzlich lassen sich die Schnittmuster nach der Art des empfohlenen Stoffes einteilen. Ich stelle hier einige wenige vor, um die Vielfalt zu verdeutlichen.

Jumpsuits aus Jersey
In den letzten Jahren habe ich vier Jumpsuits genäht (an die ich mich erinnere). Nur einen, den "Sallie" Jumpsuit von closet case patterns, rechts oben im Bild, habe ich in verschiedenen Varianten bisher sehr gerne getragen. Er wird aus Jersey genäht, eigentlich ist/war das ein Grund für mich, mich gegen ein Schnittmuster zu entscheiden, da ich dachte, dass sich der Stoff aushängt und unförmig ausehen wird. Nach drei Sallies bin ich nun sicher, dass das nicht der Fall ist und man einen Jumpsuit auch aus Jersey nähen kann.
  •  Joy von Pattydoo gibt es mit Kurzarmshirt oder Top und einer langen Hose oder Shorts
  • MAeleny von kibadoo ist ein Einteiler mit vielen Varianten: Kurze Hose mit Top, lange Hose mit Top, kurze Hose mit geknöpftem Oberteil und lange Hose mit geknöpftem Oberteil. 
  • ähnlich lässig ist auch "Julika" von Prülla: ärmelloses Oberteil mit kurzer oder langer Hose
  • Schnittgeflüster hat mit "Velara" ebenfalls ähnliches im Angebot.


Jumpsuit aus Sweat


Jumpsuits aus leichten Viskosestoffen
Für den Sommer bieten sich auch Jumpsuits aus luftigen Viskosestoffen an. Abgesehen davon, dass das Vernähen flutschiger Viskose einiges an Geduld erfordert, ist das Ergebnis sehr angenehm zu tragen.
Ich habe den Holly Jumpsuit (vgl. Bild oben Mitte) aus Viskose genäht und selten getragen, weil mich der in der Seite eingelassene Reißverschluss gestört hat. Die hier vorgestellten Schnittmuster haben keinen. Sicherlich eine gute Entscheidung der DesingerInnen.

  • Mila von Zierstoff ist eine sportliche, sommerliche Jumpsuitvariante, die auch von Nähanfängerinnen genäht werden kann
  • Judith von Schnittchen ist eine ebensolche sportliche Variante mit schmalen Beinen, einem Gummiband in der Taille und Flügelärmeln (siehe hier auch Carla)
  • Zu meinen persönlichen Favoriten gehört Burdastyle 111 6/2017, der im Ankündigungsbild unten rechts zu sehen ist (mit Reißverschluss...).


Jumpsuits aus dickeren bzw festeren Webstoffen
Vor einem Jahr habe ich Vogue 9075 aus einem festen grünen Webstoff genäht und nur ein Mal getragen. Mir gefiel die Kombination aus Schnitt und Stoff nicht. Aus einem leichteren oder Stoff mit sommerlichen Muster, kann ich ihn mir aber durchaus nochmal vorstellen.
Das Modell aus der Ottobre 2/2016 habe ich mit verlängertem Bein genäht. Zunächst aus Waxprint, um den Schnitt auszuprobieren. Anschließend habe ich das Schnittmuster aus dem Augen verloren. Schade, denn auch dies gefällt mir.
  • In den letzten beiden Ausgaben der Burdastyle gab es gleich zwei schöne Modelle aus Webstoffen: Nr 113 06/2018 ist ein Jumpsuit mit geraden Beinen, breiter Blende am Ausschnitt und Querteilungsnaht im Vorder- und Rückenteil. Nr 111 05/2018 hat ein interessantes Bustier und eine gerade Hose (Vorschaubild links unten: Burda 11/2017). 
  • Die Roberts Collection von Marialla Walker enthält ebenfalls ein Schnittmuster für einen super lässigen Jumpsuit, der am Bauch locker und luftig sitzt und damit sehr bequem ist.
  • Zur Zeit wird der peppermint Jumpsuit von "In the Folds" sehr gerne gerne genäht. 
  • Der Ailakki von Named Clothing spricht schon seit Jahren mit mir, da ich aber befürchte, dass er sich mit dem "Guckloch" in der Front nur selten tragen lässt, habe ich ihn bisher noch nicht genäht.
  • Bestellt habe ich New Look 6446. Ich mag das schlichte Trägeroberteil und die Taschen. Bei Simplicity, Butterick und Vogue gibt es ebenfalls viele Jumpsuits im Angebot. 
  • OHHH und ich habe mich gerade in Mc Calls 6969 verguckt, ...
Man sollte lieber nicht zu lange nach dem passenden Schnittmuster suchen, denn die Auswahl ist unendlich groß und die Entscheidung am Ende schwer.

Zudem gibt es noch Alternativen. Sybille ist der Meinung, dass auch Latzhosen als Jumpsuit durchgehen. Ich denke, dass jumpsuitähnliche Kombinationen ebenfalls möglich sind. So wie diese:


Auf dem Foto trage ich ein Ogden Cami und eine Alexandria Pants aus dem gleichen Stoff.

Die Möglichkeiten für Mittwoch, den 20. Juni sind also nahzu unbegrenzt. Alles andere wird an dem Tag aber leider gelöscht.

Die Suche nach einem Foto von meinem 13. oder 14. Geburtstag, an dem ich stolz einen Jumpsuit meiner Mutter trug, das ich hier gerne gezeigt hätte, verlief leider ergebnislos. Stattdessen fand ich diese Bilder, die mich im zarten Altern von 4 und etwa 6 Jahren zeigen und beweisen, dass ich Jumpsuits schon immer mochte/trug.


Der Overall aus der F/S 2013, Nr 427 (Burda) ist meinem Kinderjumpsuit sehr ähnlich. Leider handelt sich dabei um ein Burda Plus Modell (Größen 44 bis 52). Ich hätte das Schnittmuster sofort verwendet.

Ich bin am 20. Juni auf jeden Fall dabei und hoffe, dass ich mich hier dann unter Gleichgesinnten wiederfinde.

Ich wünsche allen einen schönen Feiertag! Vielleicht findet sich ja eine halbe Stunde, um in vorhandenen Schnittmustern zu stöbern...

Nina.

Der nächste reguläre Me Made Mittwoch ist am 6. Juni 2018.

Sonntag, 13. Mai 2018

Motto MMM am 20. Juni: Jumpsuit

Nachdem in den letzten beiden Burda Magazinen jeweils ein schöner Jumpsuit zu sehen war, haben wir Lust bekommen, einen Motto Me Made Mittwoch unter dem Thema "Jumpsuit" durchzuführen.  Habt ihr auch Lust?



Damit ausreichend Zeit zum Planen und Nähen bleibt, haben wir uns für den 20. Juni 2018 entschieden. Es handelt sich also um einen extra MMM-Termin, außer der Reihe. Wir würden uns freuen, wenn dies ein Anlass für euch ist, einen Jumpsuit zu nähen oder ihr einen bereits genähten Jumpsuit zeigt. Selbstverständlich muss es nicht eine der beiden Burda-Modelle der letzten beiden Ausgaben sein. Diese haben uns nur motiviert, diesen Sondertermin einzufügen.

Nächste Woche werden wir hier zur Inspiration einige Schnittmuster vorstellen aber wir sind sicher, dass ihr noch ganz andere habt oder finden werdet.

Wir wünschen euch einen schönen Sonntag!

Euer MMM-Team
Claudia, Dodo, Katharina, Nina, Sybille, Wiebke

Sonntag, 6. Mai 2018

FJKA 2018 Das Finale der Herzen




Herzlich willkommen zum Finale der Genießer aka Finale der Herzen, des diesjährigen Frühlingsjäckchenknitalongs. Habt ihr eure Jacken komplettiert oder sogar noch eine gestrickt? Wir, Sylvia und Malou, wollten gern noch eine Runde mittanzen und haben deshalb jeweils noch ein zweites Jäckchen angeschlagen. Für Sylvia kein Problem, die hatte Jacke Nummer zwei zum Finale schon beinahe fertig (und hat sicher heimlich schon eine weitere auf den Nadeln), für mich, Malou, schon schwieriger, da ich vorzugsweise mit dünnen Nadeln und sehr langsam stricke - Genießerin eben. Ende der Woche war Fototermin und ich konnte in der Sonne nicht nur Vitamin D tanken, sondern auch ausführen.

Mein Modell ist ein Vitamin D von Heidi Kirrmeier. Das ist ein leichtes, verschlussloses Jäckchen, dessen Form durch geschickt angeordnete verkürzte Reihen entsteht. Es wird von oben gestrickt und kombiniert Raglan und Rundpasse, wobei die Passenzunahmen durch Umschläge betont werden und das hübsche Lochmuster bilden. Die Anleitung sieht auf den ersten Blick kompliziert aus, lässt sich aber sehr gut nachvollziehen. Verstrickt habe ich ein Urlaubsmitbringsel aus Irland, eine große Kone Tweed aus Donegal, die dort in einem Souvenirladen in einer dunklen Ecke verstaubte.

Sehr dünn, sehr Dunkelgrün und mit hübschen bunten Pünktchen. Selbst mit zweieinhalber Nadeln ergab sich noch ein recht lockeres Gestrick und ich befürchtete einen beträchtlichen Längenzuwachs beim Waschen. Der blieb zum Glück aus und das Jäckchen passt ziemlich gut. Die Vorderteile müssen sich noch etwas aushängen, momentan fehlt's da noch am Flatterhaften. Das Stricken von der Kone hat den Vorteil, dass man kaum Fäden vernähen muss und den Nachteil, dass man nur zu Hause stricken kann. Bei den aktuellen Temperaturen trägt sich das kleine, leichte Jäckchen ganz wunderbar ... und während ich mal schaue, wer da über mir im Baum so zwitschert, überlasse ich Sylvia das Feld, die eine lässige, rote Sylviajacke gestrickt hat.



Diese wunderschöne Garn hatte ich ja ganz zum Anfang schon einmal gezeigt. Beim Kauf habe ich gekonnt ignoriert, dass ich das Stricken von dünnen Garnen mit dicken Nadeln so gar nicht mag. So war auch die erste Maschenprobe für mich eine große Enttäuschung. Mir gefallen diese substanzlosen und durchscheinenden Gestricke überhaupt nicht.


Manchmal klappt es aber mit dem Glück und so habe ich in der Restekiste ein Sockengarn mit passender Farbe gefunden. Beide Garne habe ich mit Nadeln Nummer Drei verstrickt, einen Raglan von oben, ohne Anleitung und glatt rechts.


Nachdem ich erst einmal begriffen hatte, dass man zu Kleidern möglichst kurze und enge Jacken stricken muss, habe ich mich da ausgiebig ausgetobt und reichlich kleine Jäckchen gestrickt. Nun habe ich festgestellt, es braucht auch mal wieder etwas längeres und so ist diese Jacke als Jacke zur Hose entstanden.Der Ausschnitt könnte ein Stück kleiner sein aber irgendetwas ist ja immer.

Nun bin ich gespannt, wer den Termin noch auf dem Schirm hat. Vorhang auf für eure Jacken.
Einen wunderschönen sonnigen Sonntag für euch.

Malou und Sylvia

Bei allen, die heute morgen irritiert auf diesen Post gewartet haben, möchte ich -Wiebke- mich herzlich entschuldigen. Das habe ich versemmelt. 
Das Linktool ist bis nächsten Sonntag 23.55 geöffnet.


Mittwoch, 2. Mai 2018

Me Made Mittwoch am 02. Mai 2018

Gebt mir ein WONNEMONAT...

Ich bin Sybille und blogge unter dasbürofürschönedinge.
Die Fotos von meinem ersten Sommeroutfit habe ich bereits im April gemacht, da ich die Kurzzeitblüte unseres Magnolienbaums nutzen wollte. Die Pracht ist jetzt schon in der grünen Tonne gelandet.
Im vergangenen Sommer hatte ich das Vergnügen, in bester Begleitung in Paris Stoffe zu shoppen.
Ein lang gehüteter Stoffschatz ist diese Baumwolle mit leichtem Elasthananteil, die ich heute zeige.
Weil der Zufall ja auch seine Finger im Spiel hat, passt mein neues Westknits Tuch,
Garter Goodness stripified farblich ziemlich perfekt zum Stoff.

Erst einmal zur Hose, die Schnittwahl fiel mir schwer, so entschied ich mich aus Verzweiflung für die Pyjamahose des Carolyn Pyjamas von closet case files. Die Beine habe ich ab Kniehöhe beidseitig ca 3cm ausgestellt und eine Gesäßtasche hinzugefügt.








Die Bluse, aus dem selben Stoff, ist le 915 von dp studio. Genäht ohne Halsgedöns, kürzer und ebenfalls ohne Schlitz im Rückenteil. Ehrlich gesagt gefallen mir die Teile in Kombination nicht, einzeln funktionieren sie deutlich besser. Mein eigentlicher Wunsch war noch eine Bluse nach diesem Schnitt zu haben, jetzt bin ich mit der Hose wesentlich glücklicher. Die Bluse werde ich wohl noch10 cm einkürzen.



Ok, das sieht jetzt etwas nach einem persischen Herrenoutfit aus.





Das Tuch habe ich schon dritten Mal gestrickt, ich wollte so gerne noch eines mit Briochekante und Troddeln haben. Die Wolle ist von Geilsk, super Qualität aber etwas spröde.










OK, vielleicht doch Pyjamalook.
















Mit Coppelia, von Papercut, kombiniert fühle ich mich schön sommerlich angezogen.
So helle Farben trage ich ja eigentlich niemals.

















Jetzt freue ich mich sehr auf eure fröhlichen Sommeroutfits, ich wünsche euch einen wunderbaren Mai.

Mittwoch, 4. April 2018

Me Made Mittwoch am 4. April 2018

Herzlich willkommen zum ersten Frühlings-Me-Made-Mittwoch 2018! Ich bin Nina vom Blog "kleidermanie" und begrüße euch heute ganz herzlich.

Kennt ihr das auch? Kaum steigen die Temperaturen in den letzten Wintermonaten über 10 Grad Celsius, habe ich das ganz dringende Bedürfnis nach einer roten Hosen. Und zwar eine Hose, kein Rock, kein Kleid, kein Shirt, oder was auch immer, sondern Jahr um Jahr sehne ich mich nach einer roten Hosen.

In diesem Jahr fiel mir zunächst die Hose "Harper" aus der aktuellen La Maison Victor (März April 2018) auf - für mich ein Grund, die Zeitschrift zu kaufen - und als es dann Anfang März mal kurz warm war, keimte auch zuverlässig der Wunsch nach einer roten Hose wieder auf. Da uns die frühlingshaften Temperaturen dann aber sehr schnell wieder verließen und die sibirische Kälte zurückkam, verfiel der Wunsch in eine kurze Winterruhe. Als sich der Frühling wieder abzeichnete und ich letzte Woche Zeit hatte, konnte mich jedoch nichts mehr vom Nähen einer roten Hose abhalten.


Harper finde ich spannend, weil die Hose einen hohen Bund hat, der nicht mit einem Beleg, sondern mit dem in Falten gelegten abstehenden Hosen"beleg" in Form gehalten wird. Die Hose erhält dadurch eine ganz besondere, verspielte Form, die durch den Gürtel, der in einer Schleife gebunden wird, noch betont wird.

La Maison Victor beschreibt die Hose mit anderen Worten: "Hast du schon einmal von "Paperbag Waist Pants" gehört? Oder anders gesagt von Hosen mit einer "Papierbeuteltaille? Es ist das neueste und heißeste Hosenmodell in der Modelwelt. Der Schnitt mit der schmalen Taille und Gürtel ist äußerst vorteilhaft und sehr bequem." Wie kann frau dem Hosenschnitt noch widerstehen, wenn sie das gelesen hat?


Abgesehen vom Einnähen des Reißverschlusses ist so eine Hose schnell genäht. Da ich vor fast zwei Jahren einen Hosenkonstruktionskurs - der für mich leider ohne befriedigendes Hosen-Ergebnis endete - besucht habe, habe ich gelernt, wie man einen Reißverschluss einnäht. Die Anleitung von La Maison Victor mag einfach und schlüssig sein, ich habe sie jedoch ignoriert, da ich vor zwei Jahren, nach dem Kurs, einen Blogpost zum Einnähen eines Reißverschlusses geschrieben habe, den ich nutze, wenn ich ihn brauche.


Die zweite Schwierigkeit ist die Passform. Und das ist für mich das eigentliche Problem. So eine Hose sitzt nämlich nicht immer und ich finde ein Kleid erheblich einfacher anzupassen als eine Hose. Harper habe ich nur genäht, weil ich die Schnittteile zuvor mit denen der "Ruri Sweatpants" von Named - ich habe mehrere Hosen nach dem Schnitt unter anderem aus Viskosegabardine, die passen - und mit dem Ergenbis des Hosenkonstruktionskurses verglichen habe und zu dem Schluss kam, dass Harper passen kann.

Die Schnittteile von Ruri und Harper ähnelten sich sehr. Meine hintere Hose vom Schnittkonstruktionskurs wich hingegen ab. Die Schrittlänge war ca zwei bis drei Zentimeter länger als bei den anderen beiden Hosen. Der Unterschied sah gewaltig aus. Vielleicht zieht sich "Harper" deswegen leicht in die Poporitze. Aber zwei bis drei Zentimeter fehlen da nicht. Ich  werde jedoch eine weitere Hose nähen und den Schritt etwas verlängern. Ich bin gespannt, wie sich die Hose dann verändert.


Man sollte übrigens nicht vergessen, die Nahtzugabe des versäuberten Randes des Bundes nach unten zu bügeln - das habe ich noch gemacht - und anschließend auf der Hose in der Ansatznaht zu steppen, denn diese kleine unscheinbare Naht lässt den Bund stehen. Bei mir klappt er immer wieder etwas nach unten, weil ich das Absteppen vergessen habe, bzw. dachte, dass die Naht überflüssig ist, weil sich mir während des Nähens der Sinn nicht erschloss. Nun kenne ich ihn und sollte sie nachholen...

An der Hose gefallen mir auch die tiefen Taschen.


Das Absteppen von Teilen nervt mich manchmal ein wenig. Zwar handelt es sich dabei um eine wichtige Naht damit Belege oder Taschen nicht nach außen krabbeln und sich schön nach innen legen, dennoch ist das ein etwas langweiliger Arbeitsschritt. Bei Harper habe ich die Taschenbeutel deswegen mit einem Zierstich abgesteppt, was auch funktioniert aber niemand sieht.


Die von mir verwendete Gabardine (390gr/lfm, 62% Polyester, 32% Viscose, 6%Spandex, 140cm breit) mit Spandex vom Roten Faden dehnt sich leider über den Tag etwas zu viel. Ein etwas formstabileres Material wäre bestimmt noch besser geeignet. Die Hose sitzt abends noch ok aber wirklich empfehlen kann ich das Material dafür nicht.

Zur Hose trage ich ein Shirt aus Baumwolljersey, der ebenfalls vom Roten Faden stammt, nach dem Schnittmuster "Gable Top" von Jennifer Lauren. Da ich im letzten Jahr vermehrt Hosen genäht habe, brauche ich nun Oberteile und bin seitdem auf der Suche bzw. überlege, was mir gefällt. Denn da ich jahrelang nur Kleider getragen getragen habe, habe ich mich mit dem Thema "Oberteil" kaum beschäftigt und auch mein Schrank hat dazu nicht sonderlich viel zu bieten. Das Gable Top ist nun ein Anfang. Zur Hose würde mir aber auch eine weitere Bluse gefallen.


Das Gable Top ist schnell genäht. Problematisch ist der Ausschnitt, da man quer zum Fadenlauf nähen muss. Ohne verstellbaren Nähfußdruck, Zickzackstich oder besser: Coverlock, ist das kaum möglich, da der Ausschnitt dabei ausleiert. Mit meiner neuen Coverlock war er zum Glück kein Problem. Im Moment ärgert sie mich allerdings, da sie Stiche auslässt aber ich vermute, dass es an der Qualität des Garns liegt, das meine Nähmaschine schon nicht auf eine Unterspule aufspulen wollte.

Mein Shirt habe ich bis auf einen fingerbreit unter der Taille gekürzt. Auf dem Foto oben sieht man, was ich vom eigentlichen Shirt abgeschnitten habe.


Um morgens nicht lange überlegen zu müssen, was vorne und hinten am Shirt ist, habe ich am hinteren Halsausschnitt eine kleine Schlaufe eingenäht.

In Hose und Top fühle ich mich ausgesprochen wohl und werde ähnliches in Zukunft wohl häufiger nähen.


Jetzt freue ich mich auf eure Nähergebnisse und will mit euch den Frühling begrüßen!

Der nächste Me Made Mittwoch ist am 2. Mai 2018.

Sonntag, 1. April 2018

FJKA 2018 - Das Finale

Hallo und herzlich willkommen zur finalen Schau der Frühlingsjäckchen, mein Name ist Sylvia und außerhalb der Frühlingsjackenzeit blogge ich unter Frauenoberbekleidung.

Malou und ich haben kräftig die Nadeln geschwungen und waren so schon ein wenig eher fertig, so konnten wir ein gemeinsames Nähwochenende für die Fotos an der Frau nutzen. Ina war so freundlich die Fotos von uns zu machen. Die Kulisse ist etwas winterlich aber um so schöner, dass der Schnee nun hoffentlich endgültig weg bleibt.


Frühlingsstrickerei an Schnee, zweimal in Grün und doch so unterschiedlich.


Mein Plan war ja , meine abgeliebte Jacke noch einmal zu stricken. Das neue Modell ist mir dann doch etwas winterlicher geraten. Das Zopfmuster zurrt sich ja sehr zusammen beim Stricken und
so war die Jacke mit einem mal irgendwie länger als geplant.


Ich habe mich dann nach der ersten Anprobe doch für lange Ärmel entschieden. Dreiviertellang ist zwar frühlingshafter, passte aber nicht zur Länge des Körpers. Verbraucht habe ich 450 Gramm der Fair Alpaca, verstrickt mir Nadeln Nummer drei. Es ist nun doch keine Kopie der alten Jacke geworden aber trotzdem bin ich mit meinem Jäckchen sehr zufrieden, so mit Gürtel passt die Jacke wunderbar zu Kleidern und ohne Gürtel sehr gut auch zu Hosen.


Das Bonusfoto, weil ich mir immer anhören muss, ich soll beim fotografieren mal ein anderes Gesicht machen, Bitteschön, das andere Gesicht.

Ich gebe ab an Malou.

Als wir vor zwei Wochen zum gemeinsamen Nähen in Rochsburg waren, haben wir schon mal eine Generalprobe gemacht und Gelegenheit und Kulisse für ein gemeinsames Foto genutzt. Der Winter zeigte uns zwar nochmal die kalte Schulter, immerhin schien die Sonne. Das tut sie heute hoffentlich auch überall, so dass wir feingemacht zum Osterspaziergang erscheinen können ... denn "an Blumen fehlt's im Revier, sie nimmt" gestrickte Jäckchen dafür ...


Mein Pulli ist ziemlich genau so geworden, wie ich mir das vorgestellt hatte und ich bin mir sicher, dass ich ihn gern tragen werde. Irgendwie haben wir auf der Burg zwar ganz schön viele Kasperfotos gemacht, dabei aber ganz vergessen, auch die Rückseite mal abzulichten. Die ist, bis auf das breite Halsbündchen, allerdings ganz unspektakulär glatt rechts gestrickt. Insgesamt habe ich 360g Drops Karisma verbraucht und es ist wie immer: das sind alles nur rechte und linke Maschen ...



Jetzt seid ihr dran. Einige fertige Jacken habe ich ja zum letzten Termin und auf Instagram schon gesehen, da freue ich mich nun auf die Fotos.

Euch allen noch ein paar schöne Ostertage und viel Sonne. Vielen Dank für das Mitmachen, es war uns eine Freude.

Malou und Sylvia

Das Linktool ist wieder eine Woche geöffnet. Passt auf, am Mittwoch ist regulärer MMM und damit gibt es hier dann einen Tag lang zwei parallele Linklisten